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Wahlspruch

„Ehre – Freiheit – Vaterland“ war ab 1816 der Wahlspruch der Jenaischen Urburschenschaft und ist bis heute der Wahlspruch der Deutschen Burschenschaft. Er drückt als Dreiklang die höchsten burschenschaftlichen Güter aus.  


Ehre

Ehre steht für Ehrlichkeit des eigenen Handels, Denkens und Sprechens und macht den Einzelnen erst zum wertvollen Mitglied einer Gemeinschaft. Den Egoismen und dem platten Nützlichkeitsdenken der Gegenwart steht diese innere Ehre entgegen. Jeder Burschenschafter soll seine Gedanken, sein Reden und Handeln daher nach den Wertbegriffen der Lauterkeit, Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit ausrichten und mit seiner ganzen Person dafür eintreten, ohne dass er für sich eine besondere, ihn über andere heraushebende, Ehrenhaftigkeit in Anspruch nimmt. Die Würde anderer ebenso zu schützen und zu verteidigen wie die eigene ist für den Burschenschafter Ehrenpflicht. Die Achtung und der Schutz der äußeren Ehre gelten auch für andere Personenverbände, Völker und Nationen. Ehre ist somit die Einforderung gegenseitiger Anerkennung, als Einzelner, wie auch in der Gesamtheit als Volk. Somit fordert der burschenschaftliche Ehrbegriff:

Der Schutz der äußeren Ehre ist unser Ziel,
die Wahrung der inneren Ehre unsere Pflicht!

Freiheit

Freiheit ist die Möglichkeit, das individuelle Verhalten vom eigenen und unbeeinflußten Willen leiten zu lassen, ohne äußeren Zwängen nachgeben zu müssen. Diese Freiheit hat für und durch die Gemeinschaft ihre größtmögliche Verwirklichung zu finden. Freiheit bedeutet jedoch nicht bedingungslose Beliebigkeit, sondern Dienst am Ganzen in freier Verantwortung. Freiheit im burschenschaftlichen Sinn hat daher durch Bindung und Verpflichtung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft des ganzen Volkes ihre Definition gefunden. Der Kampf für die persönliche, politische und akademische Freiheit prägte die Burschenschafter in jeder Staatsform. So wurde die Freiheit durch die Regierungen im 19. und 20. Jahrhundert oft eingeschränkt und wird leider allzu oft auch heute noch behindert und unterdrückt. Freiheit bedeutet für uns Burschenschafter auch immer, sich als Volk frei von militärischer, politischer und geistiger Besatzung entfalten zu können. Der Einsatz für die Freiheit ist daher gerade gegenwärtig ein substantielles burschenschaftliches Anliegen. So werden auch im heutigen Deutschland Bürger mit einer „inkorrekten“ Meinung nicht selten mit medialen Hetzkampagnen überzogen, verunglimpft, mundtot gemacht, ihres Postens enthoben und gesellschaftlich isoliert. Zur Freiheit der Persönlichkeit gehört daher insbesondere die Freiheit des Geistes und des Wortes jenseits von Denkverboten des herrschenden Zeitgeistes. Als Burschenschafter sehen wir uns daher in einer besonderen freiheitlichen Wächterfunktion, für die gilt:

Freiheit bekommt man nicht geschenkt –
man muss sie sich erstreiten!

Vaterland

Vaterland ist im engeren Sinne das Land der Väter, die angestammte Heimat der Vorfahren. Im weiteren Sinne ist das Vaterland die geistig-kulturelle Heimat des auf diesem Boden historisch ansässigen Volkes, welches durch gleiche Sprache, Kultur, historisches Schicksal und Abstammung besondere Gemeinsamkeiten aufweist. Abseits von staatlichen Grenzen bekennen wir uns als Burschenschafter daher zum volkstumsbezogenen Vaterlandsbegriff und setzen uns für die enge Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes in Freiheit ein. Der Einsatz für das eigene Vaterland gebietet gleichzeitig die Achtung der Freiheit und des Selbstbestimmungsrechtes anderer Völker. Gleichwohl sehen wir aufgrund gegenwärtiger Entwicklungen unser burschenschaftliches Streben künftig auf eine existentielle Maxime ausgerichtet und fordern daher die:

Erhaltung der kulturellen Identität unseres Vaterlandes und
Sicherung des Fortbestandes unseres Volkes!

 

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